Ruftop
Worte sind mehr als nur Typografie
Mittwoch, 19. Juli 2017
Dienstag, 11. Oktober 2016
Social Müll
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| Foto: deathtostock |
Es ist Montag. Ich bin überfordert und träge geworden. Social Media alias Snapchat, Instagram, Facebook, Tumblr, Flickr, WhatsApp etc. saugen mir irgendwie nur noch die Zeit und Energie weg. Die erste und letzte Tat des Tages ist nicht das Innehalten oder Resümieren des bevorstehenden Tages oder des zurückliegenden Wochenendes. Diese kurze Mediation bereitet uns einen ruhigen Schlaf oder einen ausgewogenen Start in den Tag. Und ich frage mich oft, wie es passieren konnte. Eine ganze Generation die sich atemlos durch das Internet jagt, auf der Suche nach stetiger ununterbrochener Befriedigung und Reputation, kann sich nicht mehr auf sich selbst besinnen. Die Flut an vertikalen Videos, Gifs, Snaps, unwichtigen Beiträgen und Produktplatzierungen von hippen Unternehmen lässt die User treiben. Durch immer mehr likes, Kommentaren und manchmal auch durch puren Hass und Überforderung wird die Flut rasant und unübersichtlich. Alles schiebt sich mit hoher Geschwindigkeit durch das Netz und kann nur mit viel Zeiteinsatz verarbeitet werden. Gerade noch “oben”, später schon “unten”, morgen schon wieder vergessen. Höher, schneller, besser, mehr. Alles dreht sich nur um sich. Um mich. Die große, nahezu unendlich weite „Internet-Bühne“. Auf welcher mehrere Content-Stücke gleichzeitig gespielt werden. Die Protagonisten nutzen jeden Aufzug ohne Pause um das Prahlen, Lügen und Beeinflussen zu perfektionieren. Neid macht sich breit. Alles zum Selbstzweck generiert. Und selbst ehrliches gibt´s meist nur aus Kalkül und Berechnung. Das vorgelegte Tempo und die Aufmerksamkeit wird immer schneller. Wer hier die Oberhand über Social Sharing und User-Generated-Content gewinnt. Der am meisten gibt hat, laut Tim Rayner, im virtuellen Stamm ein hohes Ansehen. Er behauptet:
„Social sharing involves a reputation game – a virtuous competition aimed at winning the favour of virtual tribes through exorbitant gifts. It may sound daunting, but it is intuitive and straightforward.“
Was bleibt? Nichts außer Überforderung am Smartphone-Bildschirm. Virtuelle Herzchen, Likes und Gefolgschaft. Und die verschwinden schneller wie man scrollen kann. Ich brauche mehr Zeit, um zu verstehen. 1 ist mir aber bewusst … montags bin ich einfach immer müde!
Sonntag, 28. November 2010
Jerome kann alles außer wach bleiben
Ich vermisse deinen duft. der ist unbeschreiblich und flüchtig wie eine feder im wind. deine augen singen ein lied von glück und sicherheit. ich fühle mich geborgen an deiner seite in deiner nähe zu atmen und zu schweigen. unsere körper passen zusammen wie mein Schatten zu mir passt an einem wunderschönen abend im mai. unser lied soll nie zu ende gehen .... das orchester soll nicht schweigen und die Kassette soll immer wieder umgedreht werden wenn sie zu ende gespielt ist.
ich wache auf und merke das ich endlich nicht mehr träume. ich bin in einem wunderland angekommen. doch dieses land habe ich erst wirklich entdeckt als ich es wieder verlassen musste.
Lass mich für einen moment wieder die freiheit spüren und den duft einatmen während ich unser lied höre. Lass deine arme um mich während wir im Meer stehen und uns küssen.
Lass mich für einen moment wieder die freiheit spüren und den duft einatmen während ich unser lied höre. Lass deine arme um mich während wir im Meer stehen und uns küssen.
Donnerstag, 21. Oktober 2010
Ich betrete neues Land
Wenn die Tage kürzer werden und die Gedanken länger, geht Mia häufiger den Genüssen des Alkohols nach. Sie hat zu viel Zeit um nachzudenken. Ihre einzige Hilfe ist die Flucht in eine neue spannende Affäre. Sie will verrückt sein. Ich korrigier, sie will wild sein.
Mia ist unterwegs in der Stadt.
Ihre neuen Freundinnen, die sie nur durch flüchtige Bekanntschaften beim Platten stöbern kennen gelernt hat, sind heute ihre Begleiterinnen. Sie hält nichts von dieser mädchenhaften "wir sind Freundinnen für immer" Sache und sucht sich deshalb immer neue Menschen die noch nicht so viel über sie wissen. Aus einem kleinen Club dröhnt viel versprechender Bass der das Herz vibrieren lässt. Mia liebt dieses Gefühl, da sie sich bei dieser Musik richtig spürt, wie wenn man in eine heiße Badewanne steigt.
Mia geht sofort hinein, fast hätten Lotta und die anderen Schönheiten sie verpasst. Kaum auf der Tanze beginnt ein leidenschaftliches, Körper betontes und alternatives rhythmisches abtanzen. Mia steht gerne alleine abseits des Geschehens und wirkt in sich gekehrt, doch wenn sie ihre Arme hoch wirft spürt jeder ihre Anwesenheit. Sie kann sehr gut tanzen. Ihre laszive Art begeistert nicht nur Männer.
Als sie sich einen Gin-Tonic mit Gurke bestellte, wird sie von einem Hauch von Zärtlichkeit überrascht. Ein Mann ging an ihr vorbei und streichelte ihren Rücken. Sie war wie gelähmt, denn in dem kurzen Moment empfand sie nie gespürte Anziehung. Ein leichter Stubser verwirrte sie und brachte ihr Herz für einen Hauch zum stehen.
„Ach Quatsch sülz nicht rum“ sagte sie sich und ging rüber zu den Mädels. Träumen ist heute Abend nicht angesagt, das gehört nicht in einen Club. Sie nippte an dem schon warmen Gin-Tonic und biss verlegen in die Gurke.
Die tollpatschigen Jungs, die sie ansprachen, verstehen sie nicht und ehrlich gesagt stinken sie nach Furz oder nach zu strengem Parfüm. Alles Hunde die keinen Baum zum pissen finden. Die tanzwütigen Solotänzer vertanzen noch ihre letzten Energiereserven und Mia ist mitten drin und verabschiedet ihre letzten Plattenfreundinnen. Sie fühlte sich auf einmal sehr stark und glücklich als ob sie es im tiefsten Inneren geahnt hätte.
Mia ist unterwegs in der Stadt.
Ihre neuen Freundinnen, die sie nur durch flüchtige Bekanntschaften beim Platten stöbern kennen gelernt hat, sind heute ihre Begleiterinnen. Sie hält nichts von dieser mädchenhaften "wir sind Freundinnen für immer" Sache und sucht sich deshalb immer neue Menschen die noch nicht so viel über sie wissen. Aus einem kleinen Club dröhnt viel versprechender Bass der das Herz vibrieren lässt. Mia liebt dieses Gefühl, da sie sich bei dieser Musik richtig spürt, wie wenn man in eine heiße Badewanne steigt.
Mia geht sofort hinein, fast hätten Lotta und die anderen Schönheiten sie verpasst. Kaum auf der Tanze beginnt ein leidenschaftliches, Körper betontes und alternatives rhythmisches abtanzen. Mia steht gerne alleine abseits des Geschehens und wirkt in sich gekehrt, doch wenn sie ihre Arme hoch wirft spürt jeder ihre Anwesenheit. Sie kann sehr gut tanzen. Ihre laszive Art begeistert nicht nur Männer.
Als sie sich einen Gin-Tonic mit Gurke bestellte, wird sie von einem Hauch von Zärtlichkeit überrascht. Ein Mann ging an ihr vorbei und streichelte ihren Rücken. Sie war wie gelähmt, denn in dem kurzen Moment empfand sie nie gespürte Anziehung. Ein leichter Stubser verwirrte sie und brachte ihr Herz für einen Hauch zum stehen.
„Ach Quatsch sülz nicht rum“ sagte sie sich und ging rüber zu den Mädels. Träumen ist heute Abend nicht angesagt, das gehört nicht in einen Club. Sie nippte an dem schon warmen Gin-Tonic und biss verlegen in die Gurke.
Die tollpatschigen Jungs, die sie ansprachen, verstehen sie nicht und ehrlich gesagt stinken sie nach Furz oder nach zu strengem Parfüm. Alles Hunde die keinen Baum zum pissen finden. Die tanzwütigen Solotänzer vertanzen noch ihre letzten Energiereserven und Mia ist mitten drin und verabschiedet ihre letzten Plattenfreundinnen. Sie fühlte sich auf einmal sehr stark und glücklich als ob sie es im tiefsten Inneren geahnt hätte.
Als der Beat wieder einsetzte und Mia ihren Kopf genussvoll nach oben streckte schloss sie ihre Augen. Von der Seite näherte sich ein junger Mann, den sie nach der letzten Zigarette in einer dunklen Ecke gesehen hatte. Sie spürte seine Blicke an ihrem Nacken. Geheimnisvoll schaute er sie an, er roch nach Qualm und Bier. Seine Bewegung war anders als die der anderen Männer. Er versuchte gar nicht sie zu bezierzen, gar zu besitzen.
"Ich bin Jérome" sagte der Indie-Elektro Typ mit der Röhrenjeans, der wirklich große Brillengläser hatte. Doch anders als bei den anderen Typen suchte sie nicht sofort nach Vorurteilen und lächerlichen Angewohnheiten oder eckelhaften Gerüchen, sie ließ sich einfach von seinem Verlangen innerlich streicheln. Mia sagte nichts und bewegte sich zu seinen weichen House-Moves, bis sie fast flüchtig seine Wange mit ihrer berührte. Mia blickte ihn durch das grelle Discolicht in die Augen und verschwand in einer Ecke des quadratförmigen Clubs.
Nachts um halb fünf kostete Mia Kit Kat Chunky white und bacon Chips aus dem U-bahn Automaten. Die Kombination im Mund vermischt sich mit dem süßen Tegernseer Hell. Beide grinsen sich niedlich an und merken, dass sie gerade eine Geschmacksimplusion entdeckt haben.
Mia liebt das U-Bahn fahren und endlich kann sie auf der Rolltreppe wieder jemanden küssen, wenn eilige links Überholer vorbei stürmen. Aber sie genießt die 60 Sekunden und glaubt es wäre länger als nur eine Weile. Alles kann sie kaum glauben. Er fährt ihr durchs dunkel-braune Haar. Durch den wilden Abend sind die liebevoll geflochtenen Haare aufgegangen und schimmern im Laternenlicht der Kaiserstraße.
"Ich bin Jérome" sagte der Indie-Elektro Typ mit der Röhrenjeans, der wirklich große Brillengläser hatte. Doch anders als bei den anderen Typen suchte sie nicht sofort nach Vorurteilen und lächerlichen Angewohnheiten oder eckelhaften Gerüchen, sie ließ sich einfach von seinem Verlangen innerlich streicheln. Mia sagte nichts und bewegte sich zu seinen weichen House-Moves, bis sie fast flüchtig seine Wange mit ihrer berührte. Mia blickte ihn durch das grelle Discolicht in die Augen und verschwand in einer Ecke des quadratförmigen Clubs.
Nachts um halb fünf kostete Mia Kit Kat Chunky white und bacon Chips aus dem U-bahn Automaten. Die Kombination im Mund vermischt sich mit dem süßen Tegernseer Hell. Beide grinsen sich niedlich an und merken, dass sie gerade eine Geschmacksimplusion entdeckt haben.
Mia liebt das U-Bahn fahren und endlich kann sie auf der Rolltreppe wieder jemanden küssen, wenn eilige links Überholer vorbei stürmen. Aber sie genießt die 60 Sekunden und glaubt es wäre länger als nur eine Weile. Alles kann sie kaum glauben. Er fährt ihr durchs dunkel-braune Haar. Durch den wilden Abend sind die liebevoll geflochtenen Haare aufgegangen und schimmern im Laternenlicht der Kaiserstraße.
Ihr Schädel brummte während sie die Snooze-Taste drückte, doch was war passiert?
Dienstag, 17. November 2009
Das Dach zur Welt.
Aus der Position meines Zimmers sieht man Dinge anders, aus einem anderen Blickwinkel aber auch mit einem anderen Auge. Diese Sichtweise hat ein anders Gefühl, eine andere Bedeutung, sie kann vollkommen anders auf die Welt schauen. Immer ein anderes Details sehen als andere immer ein neues Fenster mit Licht was sonst keiner sehen kann. Dieses Gefühl der Beobachtung erweckt in mir Ruhe und Entspannung, denn nur ich weiß davon.
Auf dem Boden angekommen schaue ich gerne aus anderen Blickwinkeln auf diese Welt, aber ich mache es um unten zu verstehen was ich im fünftem Stockwerk wirklich gefühlt habe.
Auf dem Boden angekommen schaue ich gerne aus anderen Blickwinkeln auf diese Welt, aber ich mache es um unten zu verstehen was ich im fünftem Stockwerk wirklich gefühlt habe.
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